Rat für Kulturelle Bildung

Gemeinsam mit einem Stiftungsverbund hat die Deutsche Bank Stiftung im Juni 2012 den Rat für Kulturelle Bildung ins Leben gerufen. Der Rat ist ein unabhängiges Beratungsgremium, das sich umfassend mit der Lage und der Qualität Kultureller Bildung in Deutschland befasst. In seiner aktuellen Denkschrift setzt sich der Rat intensiv mit den Gegenständen Kultureller Bildung auseinander.


Die Mitglieder des Rats für Kulturelle Bildung © Phil Dera

Dem Rat für Kulturelle Bildung gehören 13 Mitglieder an, die verschiedene Bereiche der Kulturellen Bildung repräsentieren: Tanz- und Theaterpädagogik, Musik- und Literaturvermittlung, Bildungsforschung, Erziehungswissenschaften, Pädagogik, Kulturwissenschaften, Neurowissenschaften, Medien, Kulturpolitik, Soziologie, Kulturelle Bildung und die Künste.

Erstmalig existiert nun ein unabhängiges Expertengremium, welches das Feld der Kulturellen Bildung interdisziplinär betrachtet. Mit seinen Analysen und Empfehlungen richtet sich der Rat an die breite Öffentlichkeit.

Insbesondere ist es sein Ziel, mit den Verantwortlichen und Handelnden in Politik, Wissenschaft und Praxis der Kulturellen Bildung in ein intensives Beratungsgespräch zu kommen und dabei neben dem Handlungsbedarf auch neue Wege aufzuzeigen. Hierfür wird der Rat beispielsweise Expertisen und Empfehlungen zu aktuellen Themen erstellen sowie Jahresgutachten anfertigen, Fachgespräche führen und öffentlich zu einschlägigen Themen Stellung nehmen.

In seiner ersten Publikation „Alles immer gut. Mythen Kultureller Bildung“ hinterfragte der Rat in einer kritischen Bestandsaufnahme verbreitete Grundannahmen zur Kulturellen Bildung. Die Denkschrift „Schön, dass ihr da seid. Kulturelle Bildung: Teilhabe und Zugänge“ des Rates formulierte konkrete Empfehlungen, wie Teilhabe an Kultureller Bildung gelingen kann. Mit der aktuellen Veröffentlichung "Zur Sache. Kulturelle Bildung: Gegenstände, Praktiken und Felder" nimmt der Rat jetzt vor allem die Gegenstände und Inhalte der Kulturellen Bildung in den Fokus.

 

Darüber hinaus gab der Rat für Kulturelle Bildung die Studie „Jugend / Kunst / Erfahrung. Horizont 2015“ in Auftrag: Diese zeigte, dass Jugendliche aus bildungsfernen Elternhäusern deutlich weniger Chancen auf Kulturelle Bildung haben, gerade auch zwischen einzelnen Schulformen bestehen eklatante Unterschiede.

Der Rat versteht sich aber nicht nur als Herausgeber von Publikationen, sondern als Werkstatt kritischen Denkens und Plattform des Austauschs auch über den Kreis der Ratsmitglieder hinaus. So lädt er Interessierte ein, in den kritischen Diskurs einzutreten. Er möchte dazu beitragen, dass Kulturelle Bildung zu einer alltäglich erfahrbaren Wirklichkeit für alle wird. Der Begegnung und Auseinandersetzung mit den Künsten kommt dabei besondere Bedeutung zu.

Weiterhin forciert die Stiftungsinitiative die Forschung zur tatsächlichen Wirkung Kultureller Bildung. Bis 2017 gehen sechs vom Rat für Kulturelle Bildung e. V. geförderte Projektteams an deutschen Universitäten und Forschungsinstituten entsprechenden Fragestellungen anhand langfristiger, empirischer Erhebungen nach. Dabei werden rund 2.700 Kinder, Jugendliche, Studierende sowie Künstlerinnen und Künstler befragt.

„Die Verankerung und Stärkung Kultureller Bildung in unserer Gesellschaft und ihre qualitative Weiterentwicklung ist der Deutsche Bank Stiftung ein wichtiges Anliegen. Wir sind sicher, dass sich der Rat als unabhängiges Expertengremium aktiv in den wissenschaftlichen und politischen Diskurs zu diesem Themenfeld einbringen und einen wichtigen Beitrag zur Verankerung Kultureller Bildung in Deutschland leisten wird,“ erläutert Michael Münch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bank Stiftung.

 



Von links nach rechts: Prof. Dr. Holger Noltze (Sprecher), Prof. Dr. Antje Klinge, Prof. Dr. Eckart Liebau (Vorsitzender)
© Dirk Pudwell



Aktuelle Informationenen

Hier finden Sie das Gutachten zu kultureller Bildung von Prof. Liebau für den Deutschen Bundestag.

Weitere Informationen

Hier finden Sie die Denkschriften "Alles immer gut" und "Schön, dass ihr da seid"

Hier können Sie die zentralen Ergebnisse der Allensbach-Studie "Jugend / Kunst / Erfahrung. Horizont 2015" einsehen.

Nähere Informationen zu den Mitglieder des Rats für Kulturelle Bildung finden Sie hier

Weitergehende Erläuterungen zum Forschungsfonds "Kulturelle Bildung" gibt Ihnen diese Pressemitteilung.

Weiterführende Links

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Letzte Änderung: 15. Juni 2016
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