Tür an Tür. Polen - Deutschland.
1000 Jahre Kunst und Geschichte

Polen und Deutschland blicken auf eine gemeinsame, mehr als 1000-jährige Geschichte zurück. Die komplexe Historie dieser Nachbarschaft ist vor allem von politischen Ereignissen geprägt, welche die kulturellen Gemeinsamkeiten der beiden Länder oft zu Unrecht in den Hintergrund treten ließen.

In Kultur, Religion, Sprache und Wirtschaft zeigen sich in beiden Ländern gegenseitige Einflüsse. Dennoch werden das deutsche und das polnische kulturelle Gedächtnis bisweilen von Vorurteilen gegenüber dem jeweiligen Nachbarn bestimmt. Vor 20 Jahren hat ein neuer Prozess des gegenseitigen Kennenlernens begonnen hat, der die Grundlage für eine beständige Freundschaft sein wird.

Die Ausstellung „Tür an Tür. Polen – Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte“ zeigte vom 23. September 2011 bis zum 9. Januar 2012 etwa 700 historische und zeitgenössische Exponate – darunter etwa 250 Gemälde, 30 Skulpturen, 60 Inkunabeln, 80 Handschriften und 60 Grafiken. Zusätzlich wurden mehr als 60 Dokumente, 100 kunsthandwerkliche Objekte, 150 Fotografien, Filmmaterial und Bücher präsentiert. Auch Klangbeispiele, unter anderem von Arnold Schönberg, J.F. Telemann und J.S. Bach waren zu hören. Die Exponate stammten aus zahlreichen polnischen, deutschen und internationalen Museen und Sammlungen. Blicke in die Zukunft wagten zeitgenössische Künstler mit Auftragsarbeiten, die eigens für die Ausstellung kreiert wurden. Erarbeitet wurde die Schau vom Martin-Gropius-Bau und dem Warschauer Königsschloss. Es war die erste Ausstellung, die sich umfassend der 1000-jährigen Geschichte der wechselseitigen Beziehungen zwischen Deutschland und Polen widmete.

Die Deutsche Bank Stiftung ermöglichte das begleitende Vermittlungsprogramm. Dieses wendete sich an Schüler und Studenten und förderte den gegenseitigen kulturellen Austausch und vermittelte Wissen über beide Kulturen. Letztlich beantwortete es aber vor allem Fragen nach dem eigenen Selbstverständnis. Denn wer sich für das Nachbarland interessiert, erfährt mehr über sich selbst.


Erschießung, Andrzej Wróblewski
1949, Öl auf Leinwand
© Muzeum Narodowe w Poznaniu

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Letzte Änderung: 20. März 2013
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