Akademie Musiktheater heute

Erfolgsgeschichte eines Netzwerks: die Gründungsgeschichte der Akademie

Ein lebendiges Netzwerk zwischen Studierenden und Berufseinsteigenden im Bereich des Musiktheaters zu knüpfen, der Austausch über die jeweiligen Fachgrenzen hinweg – das sind wichtige Anliegen der „Akademie Musiktheater heute“. Die Idee der Akademie geht auf eine studentische Initiative zurück.


Mitte der 1990er Jahre entwickelte sich an der Berliner Humboldt-Universität die Initiative im Tutorium „Analyse Neuester Musik – Komponisten und ihre Werke im Gespräch“ unter der Leitung von Titus Engel und Viktor Schoner. Mit Interesse verfolgten junge, an zeitgenössischer Musik interessierte Studierende verschiedenster Bereiche das Schaffen internationaler Komponistinnen und Komponisten und diskutierten die vielfältigen Möglichkeiten zeitgemäßer Musik- und Musiktheaterkonzepte.

In Zusammenarbeit mit Gérard Mortier, dem damaligen Leiter der Salzburger Festspiele, entstand 1998 die Idee einer weiterführenden „Akademie Musiktheater heute – Berlin-Salzburg“. Rund 20 junge Opernbegeisterte griffen theoretische und praktische Fragen des zeitgenössischen Musiktheaters auf, die während der Salzburger Festspiele mit den dort tätigen Künstlerinnen und Künstlern erörtert wurden. In den folgenden Jahren entwickelten sich diese jährlichen Treffen der Akademie zu einem diskursiven Treffpunkt für junge Opernleute verschiedenster Disziplinen.

Die Deutsche Bank Stiftung führt diese erfolgreiche Initiative fort. Seit September 2001 bietet sie jährlich 15 jungen Talenten aus den Bereichen Bühnen- und Kostümbild, Dirigieren, Dramaturgie, Komposition, Kulturmanagement und Regie die Möglichkeit, in einem zweijährigen Programm ihre Kenntnisse im Bereich der künstlerischen Gestaltung sowie des Managements von Opern zu vertiefen, Erfahrungen in der Praxis zu sammeln und überregionale Kontakte zu knüpfen. 2017 wir zum ersten Mal die neue Sparte „Libretto/Text“ aufgenommen.


© Dimana Lateva
Neben interessanten Gesprächen bleibt genug Zeit für andere Kultur

Daneben nimmt die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragestellungen des zeitgenössischen Musiktheaters weiterhin einen zentralen Platz im Programm der Akademie ein. Das Netzwerk besteht mittlerweile aus 210 Alumni und 30 aktiven Stipendiatinnen und Stipendiaten.

Die „Akademie Musiktheater heute“ hat sich als feste Größe im Bereich der Musiktheater-Förderung etabliert und schließt eine Lücke in der Nachwuchsförderung im Opernbereich. Viele ihrer Alumni haben leitende Positionen an internationalen Opernhäusern und Festivals. Als Netzwerkorganisation bringt die Akademie zukünftige Führungskräfte der Oper zusammen, die sich während des zweijährigen Förderprogramms über zukunftsweisende Entwicklungen ihres Fachs austauschen.


© Deutsche Bank Stiftung / Philipp Ottendörfer
Stipendiaten und Alumni beim Festakt 2016


Der Netzwerkgedanke kommt von Jahr zu Jahr mehr zum Tragen: Zahlreiche Alumni und aktuelle Stipendiaten arbeiten an Produktionen an renommierten Häusern oder auch in innovativen freien Projekten, und immer wieder ergeben sich fruchtbare Querverbindungen, die die gegenwärtige Musiktheaterszene beleben.

Aktuell fördert die Deutsche Bank Stiftung mit ihrer Initiative „Begegnungsraum Oper“ Projekte von AMH-Mitgliedern, bei denen Flüchtlinge aktiv die Oper vor und hinter der Bühne entdecken:

1) „Begegnungskarten“ am Staatstheater Stuttgart (Dr. Ann-Christine Mecke, AMH 05-07): Opernbesucher können für die Hälfte des Preises eine weitere Karte für einen Flüchtling kaufen, um gemeinsam einen Opernabend zu erleben. Mehr

2) „Oper. Welt. Offen.“ am Theater Bonn (Rose Bartmer, AMH 05-07): Flüchtlinge werden in die Arbeit der „Opernführer“ integriert und lernen auf diesem Weg unterschiedliche Menschen und Berufsgruppen kennen, der ihnen zugleich einen Blick hinter die Kulissen eines Opernhauses erlaubt. Mehr

3) Workshopreihe am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin (Nele Tippelmann, AMH 11-13): Gemeinsam mit Geflüchteten und Nicht-Geflüchteten sollen mittels mobiler Aufnahmegeräte, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Wahrnehmung erforscht warden. Mehr

4) „Learning by Opering“ an der Staatsoper im Schillertheater (Isabell Ostermann, AMH 02-04): Unter Begleitung von Musik- und Theaterpädagogen nehmen 10 Willkommensklassen an Workshops teil, die auf spielerisch/musikalische Weise an die deutsche Sprache heranführen. Mehr

5) „Die 3 Rätsel“ - Oper als Ort kultureller Begegnung im Zeughaus Hamburg (Dr. Barbara Ruch, AMH 05-07): Aufführung der Kinderoper „Drei Rätsel“ von Detlev Glanert mit 250 Flüchtlingen und Hamburger Bürgern. Die beteiligten Flüchtlinge sollen künstlerisch und handwerklich in die Inszenierung eingebunden werden. (Weitere Informationen folgen)


Aktuelle Informationen

 
Den Flyer zur aktuellen Bewerbung für das Stipendium finden Sie hier.

Uraufführung von „immer weiter“ am 7. Juli 2017 an der opera stabile in Hamburg mehr

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Letzte Änderung: 10. April 2017
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