Akademie Musiktheater heute

Raum für den Nachwuchs: Besondere Projekte

Der Deutsche Bank Stiftung ist die Förderung des künstlerischen Nachwuchses ein besonderes Anliegen. Mit ihrem Stipendienprogramm „Akademie Musiktheater heute“ schafft sie einen Raum, in dem jungen Künstler verschiedener Sparten nicht nur miteinander diskutieren und sich austauschen, sondern sich auch gemeinsam praktisch erproben können. Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei die Förderung und Begleitung einer eigenen Musiktheaterproduktion, die von den Stipendiaten des jeweils scheidenden Jahrgangs in Eigenregie auf die Bühne gebracht wird. Hierfür vergibt die Deutsche Bank Stiftung jedes Jahr einen eigenen Kompositionsauftrag. Aber auch durch Kooperationen mit externen Partnern fördert die Akademie die praktische Zusammenarbeit ihrer Stipendiaten.


Uraufführung von "Minibar" an der opera stabile der Hamburgischen Staatsoper

Zum Kooperationsauftakt zwischen der Deutsche Bank Stiftung und der Hamburgischen Staatsoper präsentierten die Stipendiaten des Jahrgangs 2012 – 2014 der „Akademie Musiktheater heute“ die von beiden Partnern in Auftrag gegebene Oper „Minibar“ an der opera stabile.  

Die Bar als Raum der Begegnung – ein Sammelplatz verschiedenster Charaktere mit unterschiedlichsten Lebensläufen. So unterschiedlich wie auch die beiden Kompositionen von Sven Daigger und Manuel Durão. Während des zweijährigen Stipendiums kristallisierten sich zwei Teams heraus, die jeweils einen Teil, des von Änne-Marthe Kühn geschriebenen Librettos, bearbeitet haben. Allein das Bühnenbild von Antonella Mazza und Matthias Winkler sowie das Sängerensemble bleiben gleich. Spannend, wie verschieden die Teams die einzelnen Protagonisten szenisch und musikalisch ausleuchten. Alle Beteiligten haben ihre eigene künstlerische Sprache gefunden und konnten die Musik mit Freude und Intensität an den Zuschauer bringen.

„Minibar“

Musik: Sven Daigger, Manuel Durão
Libretto: Änne-Marthe Kühn
Inszenierung: Hersilie Ewald, Natalie Schramm
Bühnenbild und Kostüme: Antonella Mazza, Matthias Winkler
Dramaturgie: Änne-Marthe Kühn, Johannes Blum
Produktionsleitung: Manuel Bust, Steven Walter
Sängerinnen: Lini Gong, Gabriele Rossmanith, Marta Swiderska
Sänger: Zak Kariithi, Dogus Güney, Daniel Todd, Benjamin Popson
Orchester: Zafraan Ensemble

Uraufführung: 19. Februar 2016

Weitere Termine: 20.02.2016, 23.02.2016, 27.02.2016, 01.03.2016, 03.03.2016, 09.03.2016



 


Das MUSIKFESTUTTGART 2015 eröffnet mit "Idomeneo" von W. A. Mozart

Das von der Internationalen Bachakademie veranstaltete MUSIKFESTUTTGART gilt als eines der hochkarätigsten internationalen Klassikfestivals. „Freundschaft“ lautet das diesjährige Thema des Festivals, das vom 04. bis 13. September 2015 stattfindet. Zum Eröffnungskonzert am 05. September wird die Oper "Idomeneo" von W. A. Mozart halbszenisch in der Liederhalle Stuttgart präsentiert. Regie und Choreinstudierung haben zwei Alumni der "AMH" übernommen - Nelly Danker (Regie, AMH 08-10) und Tilman Michael (Dirigieren, AMH 04-06). Die Deutsche Bank Stiftung

und die Internationale Bachakademie Stuttgart verbindet eine langjährige Partnerschaft. 2013 hat die Deutsche Bank Stiftung für das Musikfest Stuttgart eine Auftragskomposition vergeben. Ulrich Kreppein, Alumnus der „Akademie Musiktheater heute“, schuf angelehnt an den Bach’schen Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ ein neues Werk, das am 07. September 2013 unter der Leitung von Kent Nagano uraufgeführt wurde. 2014 wurde Dirigenten aus dem Netzwerk der "AMH" die Möglichkeit geboten, an den internationalen Dirigiermeisterkursen teilzunehmen.






Uraufführung „LoveAffairs" an der Deutschen Oper Berlin

Am 20.06.2014 feierte das Stück „LoveAffairs“ unter großem Beifall des Publikums seine Premiere in der Tischlerei der Deutschen Oper in Berlin. Der Jahrgang 2011-2013 präsentierte seine Abschlussproduktion, die während der zweijährigen Stipendiatenzeit entstanden ist. Jedes Jahr stemmen die Stipendiaten - aus sechs verschiedenen Sparten -  die Aufgabe, gemeinsam ein Stück zu entwickeln und auf die Bühne zu bringen. Entstanden sind vier unterschiedliche Kurzopern zum Thema „Liebe“.

Was ist Liebe? Wie wird sie greifbar und meinen alle das gleiche, wenn sie von ihr reden? Wäre ohne das große Thema „Liebe“ die Gattung Oper, immerhin ist sie in den allermeisten Fällen das Hauptsujet, als erfolgreiche Musikform denkbar? Die Stipendiaten versuchen diesen Fragen von verschiedenen Seiten zu begegnen, ohne eine Antwort geben zu können. Die vier Stücke enthüllen uns Zuschauern einen Blick auf die verschiedenen Facetten von Liebe. Angefangen von der romantischen Seite, nach einer Erzählung Oscar Wildes, bis hin zur fast obszön-pornografischen Ansicht nach einem Roman von Jean Genet. Am Ende der letzten Teil-Oper erschliesst sich einem, daß alle vier, doch sehr unterschiedlichen Teile, zusammen gehören.


© Thomas Aurin


© Thomas Aurin


© Thomas Aurin




 

 

„LoveAffairs“


Liebesszenarien von Birke Jasmin Bertelsmeier und Dariusz Przybylski. Texte von Katinka Deecke, Nina Dudek,
Felix Seiler und Amy Stebbins nach Oscar Wilde, Jean Genet u.a.
Auftragswerk der Deutschen Oper Berlin und der
Deutsche Bank Stiftung

Musikalische Leitung: Martin Nagashima Toft
Raum:                           Lars Unger
Kostüme:                     Belèn Montoliu Garcia
Projektleitung:             Nele Tippelmann

Musiker des Orchesters der Deutschen Oper Berlin
 
Uraufführung am 20.6.2014

Weitere Vorstellungen: 21.6., 24.6., 25.6., 26.6., 27.6.2014

Ein Kooperationsprojekt der Deutschen Oper Berlin und der Deutsche Bank Stiftung






Junge Deutsche Philharmonie / Freispiel 2014 - pubblico

Freispiel 2014, das Festival der Jungen Deutschen Philharmonie, rückte in diesem Jahr sein Publikum in
das Zentrum des Interesses. Die Junge Deutsche Philharmonie begab sich hierbei auf die Suche nach einem Publikum, das üblicherweise keine klassischen Konzerte besucht. Auch die Auswahl der Spielorte konnte dazu beitragen, die Themen in einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Die Deutsche Bank Stiftung förderte 2014 eine Dramturgie-Stelle für drei Produktionen dieses Festivals. Katharina Ortmann (Alumna der AMH) konnte die Ausschreibung für sich entscheiden.





Oper anders denken

„Wie könnte eine Inszenierung eines Werkes gestaltet sein, die dem Zuschauer unterschiedliche Lesarten eröffnet?“
In Anbetracht der Erkenntnis, dass sich die Interpretation des Regisseurs wie ein Filter vor das aufgeführte Werk schiebt und dabei eine einzige Deutung vorgibt, wobei die Fremdheit, das Historische des Materials sowie das Artifizielle der Musik und des Operngesangs ignoriert wird, hat das Institut für Musiktheater der Kunst-Universität Graz in Kooperation mit verschiedenen Partnern ein einzigartiges Projekt konzipiert. Gefördert wurde das Projekt von der Deutsche Bank Stiftung und der Aventis Foundation.

Jenseits des derzeit die Musiktheaterszene dominierenden Regie-Theaters sollte der Versuch unternommen werden, die Idee einer Aufführung als mehrdimensional lesbares Ereignis zu realisieren. In einem 2 Jahre andauernden Projekt schufen drei Regieteams, jeweils Kooperationen erfahrener Künstlerinnen und Künstler mit Studierenden und Absolventen aus vier verschiedenen europäischen Kunstausbildungsstätten, drei innovative Versionen der Mozart-Oper „Così fan tutte“. Im Laufe dieses und des Folgemonats kommen die Inszenierungen in Graz und Berlin zur Aufführung.

Das Projekt fußt auf den drei Säulen Entwicklung, Reflexion und Gegenüberstellung. Den theoretischen Rahmen für die reflektierte Betrachtung der Problematik sowie der drei Inszenierungen bildet ein vom 24. - 27. Oktober 2013 stattfindendes Symposium, in dem Fachwissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen das Projekt diskutieren und Ansätze für weiterführende künstlerische Forschungsarbeiten entwerfen werden.
Das Konzept „Oper anders denken“ schließt an den aktuellen Stand der musik- und theaterwissenschaftlichen Forschung zum Thema Performativität an und dient der Offenlegung der Möglichkeiten des Musiktheaters sowie seiner Kontextualisierung in der Gegenwart. Zudem sollen Impulse für neue Diskussionsfragen geliefert werden.

Die Aufführungen der drei Inszenierungen fanden am 19., 20. & 21. September im György-Ligeti-Saal der Kunstuniversität Graz sowie am 25., 26. & 27. Oktober 2013 in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin statt. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Kulturzeit 3Sat, Sendung vom 28. Oktober 2013



 

Feldversuch: Gewinnung junger Erwachsener für das Musiktheater

Weniger Zuschüsse und sinkende Zuschauerzahlen stellen die deutschen Opernhäuser in naher Zukunft vor neue Herausforderungen (vgl. Studie von TheaterManagement und base4IT AG). Vielerorts haben die Häuser bereits reagiert und insbesondere für Kinder und Jugendliche Vermittlungsprogramme erarbeitet, die das Publikum der Zukunft an das Musiktheater heranführen sollen. Bisher wenig beachtet von Vermittlungskonzepte ist jedoch die Gruppe der jungen Erwachsenen zwischen 20 und 40 Jahren – doch gerade sie sind im aktuellen Opernpublikum stark unterrepräsentiert.

In einem Kooperationsprojekt haben die Deutsche Bank Stiftung, die Oper Frankfurt, die Camerata Nuova und die Hochschule RheinMain versucht, die Gründe für die Opernabstinenz junger Erwachsener festzustellen und eine entsprechende Handlungsempfehlung für die Oper Frankfurt zu entwickeln.

Studierende des Studiengangs Media Management der Hochschule RheinMain habe hierzu bereits bestehende Studien analysiert und mit Ergebnissen eigener Umfragen zusammengeführt. Insbesondere die Entwicklung und Nutzung zielgruppenspezifischer Veranstaltungsformate und Kommunikationskanäle stellten sich als essentiell für die nachhaltige Erschließung dieses Besuchersegments für das Musiktheater heraus. Den Studierenden standen Mitglieder der „Akademie Musiktheater heute“ der Deutsche Bank Stiftung beratend zur Seite.

Die vollständige Abschlusspräsentation des Feldversuchs steht hier zum Download bereit.


con moto

con moto –
Die Broschüre der
„Akademie Musiktheater heute“

Mediathek

In unserer Mediathek haben wir für Sie Publikationen und Projektfilme zusammengestellt mehr

Presse
Hier finden Sie die Pressemeldungen der Deutsche Bank Stiftung mehr

Kultur Navigation

Footer Navigation:
Letzte Änderung: 10. Oktober 2016
Copyright © 2017 Deutsche Bank Stiftung, Frankfurt am Main