Deutscher Buchpreis

Der Deutsche Buchpreis ist der renommierteste deutsche Literaturpreis und wird im Rahmen der Frankfurter Buchmesse vergeben. Seit 2014 engagiert sich die Deutsche Bank Stiftung für die Auszeichnung, um Autoren ein Forum zu geben und einer breiten Öffentlichkeit Zugang zur Gegenwartsliteratur zu ermöglichen. Derzeit können Verlage Titel für den Deutschen Buchpreis 2017 einreichen.


Den Auftakt zum dreizehnten Deutschen Buchpreis bildet die Veröffentlichung der Jury. In diesem Jahr hat die Akademie Deutscher Buchpreis diese sieben Literaturexpertinnen und
-experten in die Jury berufen: Silke Behl (Radio Bremen), Mara Delius (Die Welt), Christian Dunker (autorenbuchhandlung Berlin), Katja Gasser (Österreichischer Rundfunk), Maria Gazzetti (Casa di Goethe), Tobias Lehmkuhl (freier Kritiker) und Lothar Schröder (Rheinische Post).

Ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung können Verlage bis zum 29. März 2017 Romane einreichen, aus deren Reihe die Jury den Preisträger in einem mehrstufigen Verfahren ermittelt: Nachdem sie zunächst alle von den Verlagen eingereichten Romane sichtet, stellt sie eine 20 Titel umfassende Longlist zusammen, die im August bekanntgegeben wird. Vier Wochen später wird die aus sechs Titeln bestehende Shortlist bekanntgegeben. Zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse schließlich kürt sie den Gewinner oder die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises. 

2016 wurde Bodo Kirchhoff für seinen Text "Widerfahrnis" mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Verlage können bis zu zwei deutschsprachige Romane aus dem aktuellen oder geplanten Programm einreichen und bis zu fünf weitere Titel aus dem aktuellen oder geplanten Programm empfehlen. 2016 haben 98 Verlage insgesamt 156 Romane ins Rennen geschickt.

Der mit insgesamt 37.500 Euro dotierte Preis orientiert sich an Vorbildern wie dem englischen „Man Booker Prize“ und dem französischen „Prix Goncourt“.

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den besten Roman in deutscher Sprache aus. Ziel des Preises ist es, über Ländergrenzen hinaus Aufmerksamkeit zu schaffen für deutschsprachige Autoren, das Lesen und das Leitmedium Buch.

Um größtmögliche Unabhängigkeit und Transparenz bei der Preisvergabe zu sichern, hat der Vorstand des Börsenvereins die elfköpfige Akademie Deutscher Buchpreis berufen, der Vertreter der Buch- und Medienbranche angehören. Ihre wichtigste Aufgabe ist die Wahl der jährlich wechselnden Jury, die den Preisträger in den verschiedenen Auswahlstufen ermittelt.

Durch ihre Förderung möchte die Deutsche Bank Stiftung direkte Begegnungen zwischen Autoren und Leserschaft ermöglichen: So lud sie auch 2016 wieder zu einer Blind Date-Lesung ein, bei der das Publikum erst am Abend selbst erfuhr, welcher der Buchpreiskandidaten zu Gast ist. Auf der Lesung überraschte Akos Doma die Buchenthusiasten und las aus seinem Roman "Der Weg der Wünsche".

Und auch der Andrang zur Preisträgerlesung war wieder groß: 200 Literaturbegeisterte kamen, um Bodo Kirchhoff aus seinem prämierten Titel "Widerfahrnis" lesen zu hören und seinen Ausführungen dazu im Gespräch mit WDR 5-Moderatorin Stefanie Junker zu folgen.

Weiterhin präsentierte die Deutsche Bank Stiftung ein Lesungsformat in der Mittagspause: In einer Lunch Lecture stellte in diesem Jahr Shortlist-Autor André Kubiczek seinen Titel "Skizze eines Sommers"  in den Türmen der Deutschen Bank vor.


WDR 5-Moderatorin Stefanie Junker und Bodo Kirchhoff im Gespräch auf der Preisträgerlesung © Sergej Lepke


 

Aktuelle Informationen

Hier finden Sie die Ausschreibungsunterlagen für den Deutschen Buchpreis 2017.

Weitere Informationen

Die Begründung der Jury zur Preisverleihung 2016 finden Sie hier

Wichtige Termine

29. März
Ausschreibungsende

15. August
Bekanntgabe Longlist

31. August
Blind Date-Lesung
Deutsche Bank Stiftung

12. September
Bekanntgabe Shortlist

9. Oktober
Preisverleihung

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Letzte Änderung: 7. Februar 2017
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