Deutscher Buchpreis

Der Deutsche Buchpreis ist der renommierteste deutsche Literaturpreis und wird im Rahmen der Frankfurter Buchmesse vergeben. Seit 2014 engagiert sich die Deutsche Bank Stiftung für die Auszeichnung, um Autoren ein Forum zu geben und einer breiten Öffentlichkeit Zugang zur Gegenwartsliteratur zu ermöglichen. Für den Deutschen Buchpreis 2017 wurden 174 Romane von Verlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingereicht - so viele wie niemals zuvor.


Den Auftakt zum dreizehnten Deutschen Buchpreis bildet die Veröffentlichung der Jury. In diesem Jahr hat die Akademie Deutscher Buchpreis diese sieben Literaturexpertinnen und
-experten in die Jury berufen: Silke Behl (Radio Bremen), Mara Delius (Die Welt), Christian Dunker (autorenbuchhandlung Berlin), Katja Gasser (Österreichischer Rundfunk), Maria Gazzetti (Casa di Goethe), Tobias Lehmkuhl (freier Kritiker) und Lothar Schröder (Rheinische Post).

Ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung können Verlage bis Ende März Romane einreichen, aus deren Reihe die Jury den Preisträger in einem mehrstufigen Verfahren ermittelt: Nachdem sie zunächst alle von den Verlagen eingereichten Romane sichtet, stellt sie eine 20 Titel umfassende Longlist zusammen, die im August bekanntgegeben wird. Vier Wochen später wird die aus sechs Titeln bestehende Shortlist bekanntgegeben. Zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse schließlich kürt sie den Gewinner oder die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises. 

2016 wurde Bodo Kirchhoff für seinen Text "Widerfahrnis" mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Verlage können bis zu zwei deutschsprachige Romane aus dem aktuellen oder geplanten Programm einreichen und bis zu fünf weitere Titel aus dem aktuellen oder geplanten Programm empfehlen.

Der mit insgesamt 37.500 Euro dotierte Preis orientiert sich an Vorbildern wie dem englischen „Man Booker Prize“ und dem französischen „Prix Goncourt“.

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Ziel des Preises ist es, über Ländergrenzen hinaus Aufmerksamkeit zu schaffen für deutschsprachige Autoren, das Lesen und das Leitmedium Buch.

Um größtmögliche Unabhängigkeit und Transparenz bei der Preisvergabe zu sichern, hat der Vorstand des Börsenvereins die elfköpfige Akademie Deutscher Buchpreis berufen, der Vertreter der Buch- und Medienbranche angehören. Ihre wichtigste Aufgabe ist die Wahl der jährlich wechselnden Jury, die den Preisträger in den verschiedenen Auswahlstufen ermittelt.

Durch ihre Förderung möchte die Deutsche Bank Stiftung direkte Begegnungen zwischen Autoren und Autorinnen und Leserschaft ermöglichen: 2016 war Akos Doma mit seinem Roman "Der Weg der Wünsche" als Blind Date-Autor in Frankfurt zu Gast; der frischgekürte Buchpreisträger Bodo Kirchhoff las aus seinem Buch "Widerfahrnis" vor 200 Literaturbegeisterten in Düsseldorf und Shortlist-Autor André Kubiczek stellte seinen Titel "Skizze eines Sommers" in einer Lunch Lecture in den Türmen der Deutschen Bank vor.

Auch 2017 stehen schon einige Highlights im Literaturkalender fest: am 29. Mai um 19.00 Uhr liest und spricht Bodo Kirchhoff in den Banktürmen in Frankfurt, am 31. August steht am selben Ort eine Blind Date-Lesung auf dem Programm. Weitere Termine werden frühzeitig bekanntgegeben.


WDR 5-Moderatorin Stefanie Junker und Bodo Kirchhoff im Gespräch auf der Preisträgerlesung © Sergej Lepke


 

Aktuelle Informationen

Hier finden Sie die aktuellen Pressemitteilungen zum Deutschen Buchpreis 2017.

Weitere Informationen

Die Begründung der Jury zur Preisverleihung 2016 finden Sie hier

Wichtige Termine

29. März
Ausschreibungsende

29. Mai
Lesung Bodo Kirchhoff
Deutsche Bank Stiftung

15. August
Bekanntgabe Longlist

31. August
Blind Date-Lesung
Deutsche Bank Stiftung

12. September
Bekanntgabe Shortlist

9. Oktober
Preisverleihung

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Letzte Änderung: 10. April 2017
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